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Die Windpockerkrankung wird vom Varicella-Zoster-Virus aus der Gruppe der Herpes-Viren verursacht, etwa 2-3 Wochen nach der Ansteckung entstehen auf der Haut und stark juckende Bläschen, die im weiteren Verlauf eintrocknen. Die Ansteckungsfähigkeit ist am höchsten kurz vor Ausbruch der Erkrankung und hält etwa 10 Tage nach Ausbruch der Bläschen an.

Windpocken gelten als „Kinderkrankheit“, dieser Name ist wegen der hohen Ansteckungsfähigkeit und damit dem üblicherweise frühen Auftreten bereits im Kindesalter entstanden. Die Erkrankung kann jedoch in jedem Lebensalter auftreten und verläuft besonders schwer bei Jugendlichen und Erwachsenen. Hoch gefährlich ist die Erkrankung auch für Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Schwächung des Immunsystems. Bei ungeschützten schwangeren Frauen können schwere Komplikationen bei der Mutter und dem Kind auftreten.

Die Ansteckung erfolgt als Tröpfcheninfektion oder durch direkten länger andauernden Körperkontakt. Zwei bis drei Wochen nach der Ansteckung beginnt der typische Hautausschlag, meist von leichtem Fieber begleitet. Es bilden sich einzelne rote Flecken, die sich innerhalb von Stunden zu einem Bläschen umwandeln, sich öffnen und dann verkrusten. Selten mal kann es im Rahmen der Erkrankung zu Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder Gehirnentzündung (meist des Kleinhirns) kommen. Als besonders unangenehm wird der starke Juckreiz empfunden. Hier helfen Lotionen, die den Juckreiz und in der Folge auch das Risiko von Vernarbungen mindern. Es können sich Effloreszenzen um die Augen oder auf der Schleimhaut entwickeln. Möglich ist die Besiedelung kleiner offener Hautstellen mit Bakterien. Dann kann eine antibiotische Behandlung erforderlich werden.


Zum Schutz gibt es die Impfung

Die Windpockenimpfung wird seit 2004 für Kinder nach dem ersten Geburtstag empfohlen, üblicherweise als Kombinationsimpfung gemeinsam mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln, sie sollte nach mindestens 6 Wochen wiederholt werden.

Falls bisher nur eine Einzelimpfung durchgeführt wurde, empfiehlt die Ständige Impfkommission seit kurzem eine Wiederholung dieser Impfung.

Wenn ungeimpfte Personen mit frisch Erkrankten in Kontakt kommen, kann innerhalb von 5 Tagen eine Impfung (Inkubationsimpfung) erfolgen, die in den meisten Fällen vor Ausbruch der Erkrankung schützt oder zumindest den Krankheitsverlauf abschwächt.

Ein Windpockenerkrankter ist zwei Tage vor Auftreten des Hautausschlages bis fünf Tage nach Auftreten der letzten frischen Bläschen ansteckend, dies bedeutet üblicherweise ein Fortbleiben von Kindergarten oder Schule von 9 Tagen nach Ausbruch der Erkrankung.